Bei einer intakten Gesellschaft ist es von größter Grundvoraussetzung, dass sich jeder einzelne an die Gesetze hält, damit das Zusammenleben funktioniert. Nur auf diese Weise können Zwistigkeiten vermieden werden.
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Jede Person hat zwar prinzipiell sein eigenes unabhängiges Gerechtigkeitsempfinden, dennoch ist es notwendig dass Reglementierungen gefunden werden, die als allgemeingültig gültig sind und sich nicht alleinig auf das Gerechtigkeitsempfinden Einzelner begründet. Hat sich z. B. ein Konflikt entwickelt, muss die Konfliktlösung nicht nur nachvollziehbar sein, sondern sollte ansonsten auch nicht von vormaligenen Lösungen in gleichartig gelagerten Problemstellungen differenzieren.
Da indessen die Gesetze genauso wie die Gesellschaftsstruktur einem dauernden Wandel unterliegt, sind einzelne Rechtsprechungen immer umfassender geworden und somit für manche Nichtfachmänner nur noch mühselig zugänglich. Als Lösung bei solchen äußerst komplizierten Gegebenheiten ist die Hilfe eines ausgebildeten Juristen jederzeit eine adäquate Möglichkeit. Im Normalfall ist zwar jeder Advokat in der Lage zu jeder rechtlichen Problemstellung Auskunft zu geben, wenigstens nach adäquater Einarbeitung in die Materie. Indes kann es immer günstig sein einen Jurist aufzusuchen welcher sich auf das geforderte Fachgebiet konzentriert hat und von Hause aus schon über Detailkenntnisse verfügt. So hat beispielsweise ein Rechtsanwalt mit einer Spezialisierung auf Mietrecht oder Internetrecht im Allgemeinen in diesem Fachgebiet ausgiebige Erfahrungen und Kennisse sammeln können, welche seinen Klienten in gleichartig gelagerten Fragestellungen fraglos weiterhelfen können.Selbstverständlich ist es auch machbar, sich unter gewissen Grundlageen auch vor einem Gericht zu verteidigen. Aber diese Handlungsweise ist grundsätzlich absolut nicht anzuraten. Denn selbst wenn der juristische Gegenstand eines Disputes auf der Hand liegend zu sein scheint, gibt es nichtsdestotrotz “Verhaltensregeln”, die bei einem Verfahren vor Gericht unerläßlich zu befolgen sind.
Das Medizinrecht
Beim Medizinrecht denken viele vielleicht als erstes an die bekanntesten Fälle dieses Fachgebietes. In aller Munde sind hierbei sicherlich die überall bekannten ärztlichen Behandlungsfehler. Aber das Medizinrecht umfasst nicht lediglich nur diesen Themenbereich, sondern auch viele weitere, recht unbekannte Bereiche, wie etwa:
- Fallpauschale
- Telemedizin
- Rehabilitationsrecht
- Tierarztrecht
- Recht der Pflegeberufe
- Tierseuchenrecht
- Selbstverwaltung der Ärzte (Ärztekammern)
- Krankenhausrecht
- und viel mehr
Ein Anwalt an sich sollte sich anhand seiner fundierten Ausbildung im Prinzip in jedes Rechtsthema in angebrachter Zeit einarbeiten können, aber hat ein Fachanwalt mit einer Spezialisierung auf das Medizinrecht immer wesentliche Vorteile. Neben der Gegebenheit dass er bereits über die nötige Fachkompetenz verfügt, weiß ein qualifizierter Rechtsanwalt für Medizinrecht auch desweiteren alle verbundenen Abläufe und Gepflogenheiten im Gesundheitssystem. Denn ausschließlich mit dem unverzichtbaren Fachwissen ist es in vielen Fällen möglich Fehler und Mängel aufzudecken und entsprechend nachzuweisen. Kommt es zu einem Behandlungsfehler, ist es immer dringend zu empfehlen einen Anwalt zu konsultieren.
Denn das Hauptproblem in medizinrechtlichen Fällen ist die Beweislast des Patienten.
Der Kläger muss prinzipiell belegen, dass der Arzt einen Fehler gemacht hat. Weithin bekannt ist in diesem Kontext dass unglücklicherweise einzelne Ärzte, auch auf anraten ihrer Haftpflicht nur recht verhalten eigene Fehler zuzugeben. Von einer solchen Notwendigkeit dem Arzt Fehler nachzuweisen kann allerdings unter bestimmten Voraussetzungen unter Umständen abgesehen werden. Bisherig hat der Bundesgerichtshof vier Fälle der Umkehr der Beweislast zugelassen:
- Vernichtung der Beweismaterialien durch den Arzt.
- Mängelbehaftete oder unzureichende Aufklärung durch den Arzt.
- Grobe Behandlungsfehler
- Funktionsuntüchtige medizinische Geräte.
Ein zusätzliches neues und wichtiges Thema im Medizinrecht ist die Patientenverfügung. Mittels einer solchen Patientenverfügung legt der Patient bereits vorweg fest, was mit ihm passieren soll, wenn er beispielsweise auf eine künstliche Beatmung dependent ist und diese Entscheidung nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte selber treffen kann. Angesichts der Tatsache, dass für solche Fälle eine beinahe unüberschaubare Aufstellung an Unwägbarkeiten und deren Folgen zu erwägen sind, ist es stets angebracht sich von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen. Die Beschäftigung mit einer Patientenverfügung könnte bei einem gesunden Menschen eventuell ein wenig grotesk klingen, aber Unfälle passieren täglich. Niemand ist davor behütet schneller in so eine Situation zu kommen als man vermutet.
Wenn Sie sonstige Infos diesen Themenbereich brauchen oder einen medizinrechtlich kundigen Anwalt suchen, dann besuchen Sie die Webseite der Rechtsanwaltskanzlei Kotz aus Siegen Kreutzal.